woensdag 20 oktober 2010

Edgar Allen Poe: A dream within a dream



A DREAM WITHIN A DREAM

TAKE this kiss upo the brow!
And, in parting from you now,

Thus mich let me avow—
You are not wrong, who deem
That my days have been a dream;
Yet if hope has flown away

In a night or in a day,
In a vision or in none,
Is it therefore the less gone?

All that we see or seem
Is but a dream within a dream.

I stand amid the roar

Of a surf-tormented shore
And I hold within my hand
Grains of the golden sand—
How few! yet how they creep
Through my fingers to the deep,
While I weep—while I weep
O God! can I not grasp
Them with a tighter clasp?
O God! can I not save
One from the pittiless wave?
Is all the we see or seem
But a dream within a dream?

Edgar Allen Poe (1809-1849)

Uit Poems

Nog een gedicht van Edgar Allen Poe is te vinden op
onze Duitstalige zustersite
Kulturtempel (2)
. Een opinie

van dezelfde auteur over muziek en poëzie is heden
opgenomen op onze zustersite Muziek en mensen.

maandag 11 oktober 2010

Twee gedichten van Walt Whitman (1)


ON THE BEACH AT NIGHT ALONE

On the beach at night alone,
As the old mother sways her to and fro singing her husky song,
As I watch the bright stars shining, I think a thought of 
the clef of the universe and of the future.

A vast similtude interlocks all,
All spheres grown, ungrown, small, large, suns, moons, planets,
All distances of place hoever wilde,
All distances of time, all inanimate forms,
All souls, all living, bodies though the be ever so different
or in different worlds,
All gaseous, watery, vegetable, mineral processes, the fishes, the brutes,
All nations colours, barbarisms, civilisations, languages,
All identities that have existed or many exist on this globe or any globe,"
All lives and deaths, all of the past, presnt, future,
This vast similitude spans hem, and always has spann'd.
And shall for ever san them and compactly hold and enclose them.
1856


De Amerikaanse auteur Walt Whitman (1819-1892)
























AS THEY DRAW TO A CLOSE

As they draw to a close
Of what underlies the precendent songs — of my aims in them,

Of the seed I have sought to plant in them,
Of joy, sweet joy, through many a year, in them.
(For them, for them have I lived, in them my work is done,)
Of many an aspiration fond, of many a dream and plan;
Through Space and Time fused in a chant, and the flowing eternal identity,
To Nature encompassing these, encompassing God — to the joyous, electric all,
To the sense of Death, and accepting exulting in Death in its turn the same as life,
The entrance of man to sing;
To compact you, ye parted, diverse lives,
To put rapport the mountains and rocks and streams,
And the winds of the north, and the forest of oak and pine,

With you O soul.
1871
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Zie ook enkele markante uitspraken van deze uitzonderlijke mens en schrijver, in een bijdrage van zondag 10 oktober, opgenomen op onze zustersite Tempel der Wijze Woorden 

donderdag 7 oktober 2010

Drie gedichten van Christian Morgenstern (1)


[DAS SYMBOL DES MENSCHEN]

Zeig mir, sprach zu mir ein Dämon,

zeig mir das Symbol des Menschen 
und ich will dich ziehen lassen.
ich darauf, mir meine schwarzen
Stiefel von den Zehen ziehend

sprach, dies, Dämon, ist des Menschen
schauerlich Symbol, eiun Fuß 
aus grobem Leder, nicht Natur mehr,
doch auch noch nicht Geist geworden,
eine Wanderform vom Tierfuß
zu Mercurs geflügelte Sohl.
Als ein Bildnis des Gelächters
stand ich da, ein neuer Heiliger.
Doch der Dämon, unbestimmbar

suefzend, bückte sich und schrieb mit
seinem Finger auf die Erde.



SPRACHSTUDIEN

Korf und palmström nehmen Lektionen,
um das Wetter-Wendische zu lernen.
Täglich pilgern sie zu den modernen
Ollendorffschen Sprachlehrgrammophonen.

Drt nun lassen sie mit vielen andern

welche gleichfalls steile Charaktere,
(gleich als ob's ein Ziel für Edle wäe),
sich im Wetter-Wendischen bewandern.

Dies idiom behebt den geist der Schwere,
mach sieunsät, launisch und cholerisch . . .

Doch die Sache bleibt nur peripherisch.
Und sie werden wieder — Charaktere.


WORTKUNST

Palma Kunkel spricht auch. O gewiß.
Freilich nicht ie Volk der Finsternis.

Nicht von Worten kollernd wie ein Bronnen,

niemals nahwärts-, immer vorbesonnen.

Völlig fremd den hilflos vielen Schällen,

fragt sie nur in wirklich großen Fällen.

Frag den Zwergen niemals, nur den Riesen,

und auch nicht wie es ihm gehe, diesen.

Nicht wom Wetter spricht sie, nicht vom Schneider,

höchstens von den Grundproblemen beider.


Christian Morgenstern (1871-1914)
Uit: Gingganz (1919)
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Meer gedichten van Christian Morgenstern zijn heden opgenomen op onze Duitstalige zustersite Kulturtempel 2. En op de site Tempel der Taalkunde hebben we een daarbij uitstekend passend poëem van deze auteur opgenomen.
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Afbeelding: Christian Morgenstern in 1910.

woensdag 22 september 2010

Twee herfstgedichten van Friedrich Hebbel



Herbstgefühl


Grünen, Blühen, Duften, Glänzen,
Reichstes Leben ohne Grenzen,
Alles steigernd, nirgends stockend,
Selbst die kühnsten Wünsche lockend:

Ja, dann kann ich wohl zerfließen,
Aber nimmermehr genießen;
Solche Flügel tragen weiter,
Als zur nächsten Kirschbaumleiter.

Doch, wenn rot die Blätter fallen
Kühl die Nebelhauche wallen,
Leis durchschauernd, nicht erfrischend,
In den warmen Wind sich mischend:

Dann vom Endlos-Ungeheueren
Flücht ich gern zum Menschlich-Teuren,
Und in einer ersten Traube
Sieht die Frucht der Welt mein Glaube.


























Herbstbild

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Unddennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dieds ist die Lese, die sie selber hält,
Denn hute löst sich von den Zweigen nur,
Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.

Friedrich Hebbel (1813-1863)
Uit: Gedichte — Insel Bücherei 59.

Nog twee gedichten van Friedrich Hebbel zijn te vinden op onze Duitse zustersite, eveneens in een bijdrage van heden.

zaterdag 18 september 2010

Twee gedichten van de Schot Robert Burns






















Auld Lange Syne

Should auld acquaintance be forgot,

And never brought to min'?
Should auld acquaintance be forgot,

And auld lang syne?

For auld lang syne, my dear.
For auld lang syne.
We'll tak a cup o' kindness yet,
For auld lang syne

We twa hae run about the braes,
And pu'd the gowans fine;
But we've wander'd  mony a weary foot
Sin' auld lang syne.

We twa hae paidled i' the burn,
From morning sun till dine;
But seas between us braid hae roar'd
Sin' auld lang syne

And there's a hand, my trusty fiere,
And gie's a hand o' thine;
For we'll tak a right guidwillie waught,
For auld lang syne.

And surely ye'll be your pont stowp,
And surely I'll be mine;
And we'll tak a cup o' kindness yet
For auld lang syne.

























Go fetch to me a Pint O' Wine

Go fetch to me a Pint O' Wine,
And fill it in a silver tassie;
That I may drink, before I go,
A service to my bonnie lassie.
The boat rocks at the pier o' Leith.

Fu' loud the wind blaws frae the ferry,
The ship rides by the Berwick-law,
And I mann leave my bonnie Mary.

The trumpets sound, the banners fly,

The glittering spears are rankèd ready;
The shouts o' war are heard afar, 
The battle  closes thick and bloody;
But it's n the roar o' sea or shore 
Wad mak me langer wish to tarry;
Nor shout' o' war that's heard afar,
It's leaving thee, my bonnie Mary.

Robert Burns (1759-1796)
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Afbeeldingen
1. De dichter Robert Burns. Diens portret wordt omgeven door kleine afbeeldingen die betrekking hebben op zijn werken.
2. Illustratie behorende bij Aulde Lang Syne.

donderdag 16 september 2010

Johann Gottfried Herder: Der Eistanz
















Wir schweben, wir wallen auf hallendem Meer,
Auf Silberkrystallen dahin und daher:
Der Stahl ist uns Fittig, der Himmel das Dach,
Die Lüfte sind heilig und schweben uns nach.
So gleiten wir, Brüder, mit fröhlichem Sinn,
Auf eherner Tiefe des Lebens dahin.

Wer wölbte dich oben, du goldenes Haus?
Wer legte den Boden mit Demant uns aus?
Und gab uns den flüchtigen Funken im Stahl,
Zu tanzen, zu schweben im himmlischen Saal?
So schweben wir, Brüder, mit fröhlichem Sinn,
Im himmlischen Saale des Lebens dahin.

Da stand sie, die Sonne, in Dufte gehüllt!
Da rauchen die Berge, da schwebet ihr Bild,
Da ging sie danieder, und siehe, der Mond
Wie silbern er über und unter uns wohnt!
So wallen wir, Brüder, mit fröhlichem Sinn,
Durch Mond und durch Sonne des Lebens dahin!

Seht auf nun, da brennen im himmlischen Meer
Die Funken und brennen im Frost um uns her;
Der oben den Himmel mit Sonnen besteckt,
Hat's unten mit Blumen des Frostes gedeckt.
Wir gleiten o Brüder mit fröhlichem Sinn,
Auf Sternengefilden des Lebens dahin!

Er macht uns geräumig den luftigen Saal,
Und gab uns in Nöten die Füße von Stahl,
Und gab uns im Froste das wärmende Herz,
Zu steh'n auf den Fluten, zu schweben im Scherz.
Wir streben, o Brüder, mit ehernem Sinn,
Auf Fluten und Abgrund des Lebens dahin.

Johann Gottfried Herder (1744-1803)

Zie ook de aan ons gelieerde site Muziek en mensen. 
Daar kunt u in een bijdrage van heden kennisnemen 
van de muziek die op deze tekst werd gecomponeerd 
door een vriendin van Johann Wolfgang von Goethe: 
Corona Schröter.

dinsdag 31 augustus 2010

Drie Lieder van Gotthold Ephraim Lessing




















Auf sich selbst

Ich habe nicht stets Lust zu lesen.
Ich habe nicht stets Lust zu schreiben.
Ich habe nicht stets Lust zu denken,
kurzum, nicht immer zu studieren.

Doch hab ich allzeit Lust zu scherzen.
Doch hab ich allzeit Lust zu lieben.
Doch hab ich allzeit Lust zu trinken
kurz, allezeit vergnügt zu leben.

Verdenkt ihr mir's, ihr sauren Alten?
Ihr habt ja allzeit Lust zu geizen;
Ihr habt ja allzeit Lust zu lehren;
Ihr habt ja allzeit Lust zu tadeln.

Was ihr tut, ist des Alters Folge.
Was ich tu, will die Jugend haben.
ich gönn euch eure Lust von Herzen.
Wollt ihr mir nicht die meine gönnen?


Der Sonderling

So bald der Mensch sich kennt,
sieht er, er sey ein Narr;
Und gleichwohl zürnt der Narr;
Wenn man ihn also nennt.

So bald der Mensch sich kennt,
Sieht er, er sey nicht klug;
Doch ists ihm lieb genug,
Wenn man ihn weise nennt.

Ein jeder, der mich kennt
Spricht: welcher Sonderling!
Nur diesem ists ein Ding,
Wie ihn die Welt auch nennt.


Ich

Die Ehre hat mich nie gesucht;
Sie hätte mich auch nie gefunden.
Wáhlt man, in zugezählten Stunden.
Ein prächtig Feierkleid zur Flucht?

Auch Schätze hab ich nie begehrt.
Was hilft es, sie auf kurzen Wegen
Für Diebe mehr als sich zu hegen,
Wo man das wenigste verzehrt

Wie lange währt's, so bin ich hin
Und einer Nachwelt untern Füßen?
Was braucht sie, wen sie tritt, zu wissen?
Weiß ich nur, wer ich bin.

Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781)
Gedichte
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Afbeelding: Portret van Lessing uit 1771.
Door de Zwitserse schilder Anton Graff (1736-1813).