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woensdag 15 december 2010

Twee gedichten van Theodor Storm

Het feit dat de Oostenrijkse componist Alban Berg (1885-1935) het komende weekeinde wordt herdacht naar aanleiding van zijn vijfenzeventigste sterfdag — en niet, zoals de VPRO-Gids ons wil doen geloven: diens geboortedag — op 24 december, is voor ons aanleiding om twee gedichten van De Duitse auteur Theodor Storm op te nemen. Het eerste, Die Nachtigall is door Alban Berg op muziek gezet en opgenomen in het opus Sieben frühe Lieder, gerealiseerd in de jaren 1905-1908, voor lage stem en piano gereviseerd georkestreerd in 1928; de pianoversie eveneens aangepast in dat jaar.


De Duitse dichter
Theodor Storm in 1879.
D i e   N a c h t i g a l l

Das macht, es hat die Nachtigall
Die ganze Nacht gesungen;
Da sind von ihrem süßen Schall,

Da sind in Hall und Wiederhall
Die Rosen aufgesprungen.

Sie war doch sonst ein wildes Kind,
Nun geht sie tief in Sinnen
Trägt in in der Hand den Sonnenhut
Und duldet still der Sonne Glut,
Und weiß nicht, was beginnen.

Das macht, es hat die Nachtigall

Die ganze Nacht gesungen;
Da sind von ihrem süßen Schall,
Da sind in Hall und Wiederhall
Die Rosen aufgesprungen.

De tekst van het tweede gedicht — Schließe mir die Augen beide — van dezelfde auteur dat door Alban Berg eveneens voor lage stem en piano is gebruikt, werd gerealiseerd in 1907, in twee verschillende versie, welke pas in 1930 zijn gepubliceerd.

S c h l i e ß e   m i r   d i e   A u g e n   b e i d e

Schließe mir die Augen beide
Mit den lieben Händen zu!
Geht doch alles was ich leide,
Unter deiner Hand zur Ruh.
Und wie leise sind der Schmerz
Well' um Welle schlafen leget,
Wie der letzte Schlag sich reget,
Füllest du mein ganzes Herz

THEODOR STORM (1817-1888)
Uit: Die Gedichte

donderdag 4 november 2010

Twee gedichten van Johann Wilhelm Luwdig Gleim


Die Rose und der Dichter


Die Rose.

Bin ich denn von zwanzigtausend
Deiner Blumen hier
Nicht die Schönste?  Warum bliebest
Du nicht stehn bei mir?

Der Dichter.

Ja, von allen meinen Blumen
war die Rose mir
Sonst die Schönste! Doris aber,
Doris ist nicht hier.

Schön ist ohne meine Doris

Mir kein schön Gesicht,
Keine Quelle, kein Gefilde,
Selbst die Rose nicht!


De Duitse dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim
(1719-1803).















Betrachtung


Brot hat mir Gott und Wein dazu gegeben!
Wenn er mir nun noch Liebe giebt,

So fehlt mir nichts! Was hat man von dem Leben,
Wenn man nicht liebt?



Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803)
Uit: Gleim, Ausgewählte Werke
Herasgegeben von Leonhard Lier.

Philipp Reclam Verlag, Leipzig, 1885


Zie voor nog een, langer, gedicht van deze auteur, de bijdrage van heden op onze Duitstalige zustersite Kulturtempel (2) 

donderdag 7 oktober 2010

Drie gedichten van Christian Morgenstern (1)


[DAS SYMBOL DES MENSCHEN]

Zeig mir, sprach zu mir ein Dämon,

zeig mir das Symbol des Menschen 
und ich will dich ziehen lassen.
ich darauf, mir meine schwarzen
Stiefel von den Zehen ziehend

sprach, dies, Dämon, ist des Menschen
schauerlich Symbol, eiun Fuß 
aus grobem Leder, nicht Natur mehr,
doch auch noch nicht Geist geworden,
eine Wanderform vom Tierfuß
zu Mercurs geflügelte Sohl.
Als ein Bildnis des Gelächters
stand ich da, ein neuer Heiliger.
Doch der Dämon, unbestimmbar

suefzend, bückte sich und schrieb mit
seinem Finger auf die Erde.



SPRACHSTUDIEN

Korf und palmström nehmen Lektionen,
um das Wetter-Wendische zu lernen.
Täglich pilgern sie zu den modernen
Ollendorffschen Sprachlehrgrammophonen.

Drt nun lassen sie mit vielen andern

welche gleichfalls steile Charaktere,
(gleich als ob's ein Ziel für Edle wäe),
sich im Wetter-Wendischen bewandern.

Dies idiom behebt den geist der Schwere,
mach sieunsät, launisch und cholerisch . . .

Doch die Sache bleibt nur peripherisch.
Und sie werden wieder — Charaktere.


WORTKUNST

Palma Kunkel spricht auch. O gewiß.
Freilich nicht ie Volk der Finsternis.

Nicht von Worten kollernd wie ein Bronnen,

niemals nahwärts-, immer vorbesonnen.

Völlig fremd den hilflos vielen Schällen,

fragt sie nur in wirklich großen Fällen.

Frag den Zwergen niemals, nur den Riesen,

und auch nicht wie es ihm gehe, diesen.

Nicht wom Wetter spricht sie, nicht vom Schneider,

höchstens von den Grundproblemen beider.


Christian Morgenstern (1871-1914)
Uit: Gingganz (1919)
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Meer gedichten van Christian Morgenstern zijn heden opgenomen op onze Duitstalige zustersite Kulturtempel 2. En op de site Tempel der Taalkunde hebben we een daarbij uitstekend passend poëem van deze auteur opgenomen.
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Afbeelding: Christian Morgenstern in 1910.